PC Games

PC Games sind seit Jahrzehnten ein etabliertes Unterhaltungsmedium für Jung und Alt. Bereits in den 80ern und 90ern kamen begeisterte Spielfans in den Genuss zeitloser Klassiker. Traditionelle Point’n'Click-Adventures wie Monkey Island, Day of the Tentacle oder Sam & Max gehörten einst ebenso zu einem entspannten Feierabend, wie heutige State of the Art-Produktionen á la Modern Warfare und Super Mario Galaxy. Dazwischen liegen viele Jahre interessanter Gaming-Kultur, die am PC gerade im Strategiebereich durch Klassiker wie Sim City, Age of Empires und Pirates viele Impulse mit sich gebracht haben.

Doch bevor ich anfange, von diesem sinkenden Schiff zu schwärmen, anbei noch ein paar Tipps: Wer besagte Computerspielklassiker nachholen, aber keine Unmengen an Geld ausgeben möchte, ist mit dem Verleihshop gut beraten, wo man PC Games ausleihen und kaufen kann. Wer hingegen wissen will, welche Spiele wirklich taugen, der kann sich im Pressespiegel-Portal Metacritic bilden.

Es stimmt mich ein wenig traurig, in welche Richtung sich der Markt der PC-Spiele entwickelt. Hiermit meine ich nicht die Qualität, der Games selber, nein. Mit Spielen wie Mass Effect 2, BioShock und Half-Life 2 hat man sich mehr als gut um uns gekümmert. Ich spreche vielmehr von einem Problem, das es zwar auch in anderen Branchen gibt, das PC-Geschäft jedoch unvergleichbar und nachhaltig geschädigt hat: Die Raubkopiererszene.

Hand aufs Herz: Natürlich haben wir uns Ende der 90er alle mal dazu verleiten lassen, ein Spiel einfach zu kopieren. Spätestens, wenn in der Schule irgendjemand mit einem aktuellen Blockbuster aufgetreten ist, wollten es alle Mitschüler ebenfalls haben. Bei uns haben sich sogar ganze Gruppen versammelt, dich zum gezielten Einmalkauf und anschließendem Kopiervorgang zusammengelegt haben. Aber mal ehrlich: Wie sonst hätte man als 12-jähriger an seine geliebten Spiele kommen sollen?

Jedenfalls haben solche Raubkopien schon damals wirtschaftliche Probleme mit sich gebracht. Viele PC-Entwickler sind auf die Konsolenbranche umgestiegen, einige haben ihr Studio sogar zugemacht. Diese Entwicklung ist natürlich traurig, verbuche ich persönlich aber unter „Pionierzeit“. Mittlerweile – 10 bis 15 Jahre später – sollten wir aber alle einen Tick reifer geworden sein. Heute, wo das Internet quasi als Schnittstelle für die heimischen vier Wände und den Rest der Welt dient und man besser als jemals zu vor informiert und gebildet wird, sollten PC-Spieles es besser wissen.

Letzten Endes läuft alles darauf hinaus, dass man sich ins eigene Fleisch schneidet, wenn man PC-Spiele raubkopiert. Denn diese Vorgehensweise bewirkt letztendlich, dass es immer weniger Entwickler für den PC-Markt gibt, entweder weil sie pleite gehen, oder die Branche wechseln. Auf lange Sicht gesehen schadet man also nur sich selbst. Und mal ehrlich: Was ist so falsch daran, für ein von Menschen geschaffenes Produkt Geld auszugeben? Das ist ein ganz normaler, wirtschaftlicher Verlauf. Ihr geht ja schließlich auch nicht in den Supermarkt und lasst ein paar Äpfel mitgehen, oder?

Also fasst euch an die eigene Nase und unterbindet dieses unsoziale Verhalten!

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